FF Maxhütte-Winkerling
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Brandbekämpfung
Da kein universelles Brandbekämpfungsmittel für alle Brandklassen zur Verfügung steht, sollte die Wahl des Mittels gut überlegt sein. Bei der Auswahl spielen nicht nur die Brandklassen, sondern auch die Bedienbarkeit, die Wartung und der Kaufpreis eine entscheidende Rolle. Eine günstige Basis-Ausrüstung ist die Kombination aus ABC-Pulverlöscher und Löschdecke. Für rund 40 Euro können Sie damit Entstehungsbrände der Brandklassen A,B,C und F bekämpfen. Alle im Privathaushalt üblichen Brandklassen sind damit abgedeckt.

Da der Faktor Zeit bei der Brandbekämpfung eine absolut entscheidende Rolle spielt, sollten Ihre Brandbekämpfungsmittel schnell zugänglich sein. Deponieren Sie die Löschdecke am besten in der Küche in der Nähe des Herdes, und den Feuerlöscher an einem gut zugänglichen Ort. Im Idealfall wird in jedem Stockwerk ein Feuerlöscher deponiert. Bedenken Sie, dass Feuerlöscher regelmäßig gewartet werden müssen. Eine Prüfplakette (ähnlich wie bei Ihrem PKW) finden Sie auf dem Feuerlöscher.

Wer bereit ist, mehr Geld zu investieren, kann vom ABC-Pulverlöscher auf einen Schaumlöscher wechseln. Dieser hat den Vorteil, dass der Löschmittelschaden nach dem Gebrauch sehr gering ist. Beim ABC-Pulver dagegen ist der Schaden extrem hoch. Allerdings ist der Schaumlöscher nur für die Brandklasse A und B geeignet. Da aber ausströmendes Gas (Brandklasse C) ohnehin nicht gelöscht werden sollte (Explosionsgefahr bei unverbranntem Gas) ist der Schaumlöscher sehr gut für den Privathaushalt geeignet.

Das Thema Feuerlöscher ist leider nicht so banal wie es auf den ersten Blick scheint. Schlagwörter wie Brandklassen, Betriebsdruck, Schaummittelhaltbarkeit, Löschschaden, Schaummitteltyp, Hersteller, kg-Angaben, Dauerdrucklöscher, Aufladelöscher,... verwirren jeden, der sich nicht intensiv mit diesem Thema auseinandersetzt.
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Löschdecke
Eine Löschdecke kann zum Ablöschen von brennenden Personen und bei Entstehungsbränden aller Art genutzt werden. Nach neueren Erkenntnissen sind Löschdecken zum Löschen von Fettbränden nur bedingt geeignet. Die deutsche BGN (Berufsgenossenschaft Nahrung und Gaststätten) hat Versuche zum Löschen von Fettbränden durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass die Löschdecken (Wolle, Baumwolle, Glas-, Nomex- und Kevlargewebe) nur bedingt zum Löschen von Fettbränden geeignet sind, da sie bei zu hohem "Hitzepotential" durchbrennen können. Sie sind jedoch immer noch die bessere Wahl als Pulver- oder Schaumlöscher, die durch ihren hohen Druck (Pulverlöscher) bzw. Wasseranteil (Schaumlöscher) das brennende Fett im kompletten Raum verteilen (Fettexplosion) und somit in diesem Fall als lebensgefährlich gelten. Wer hier auf der sicheren Seite sein will muss sich einen Fettbrandlöscher anschaffen. Die Löschdecke dämmt jedoch zumindest für kurze Zeit den Fettbrand ein und verschafft Ihrer Feuerwehr somit einen wertvollen Zeitvorteil bei der Brandbekämpfung.

Bedienung eines Feuerlöschers:

Immer mit der Windrichtung Löschen. Stoßweise mit dem Feuerlöscher in die Glut spritzen, nicht in die Flammen.

Flächenbrände von unten und vorne ablöschen. Dabei immer das Brandgut löschen und nicht auf die Flammen ziehlen.

Bei flüssigem Brandgut stehts von oben (Austrittsstelle) nach unten löschen.

Bei größeren entstehungsbränden ist es effektiver mehrere Feuerlöscher gleichzeitig einzusetzen, anstatt nacheinander.

Immer auf Rückzündungen achten. Daher die Brandstelle weiterhin beobachten.

Nach Benutzung eines Feuerlöscher darf dieser nicht wieder zurückgestellt werden sondern muss neu befüllt werden (egal wie lange genutzt).

https://www.feuerwehr-wissen.ch/feuerloescher-richtig-bedienen/

Brandbekämpfung