Aktuelles 2018
14.01.2018
Jahreshauptversammlung der FF Maxhütte-Winkerling
Die FFW Maxhütte-Winkerling hat erstmals über 300 Mitglieder. Im Jugendbereich wurde vorbildliche Arbeit geleistet.

Von Otto Rappl

Maxhütte-Haidhof. Bei der Jahreshauptversammlung der FFW standen Neuwahlen im Mittelpunkt. Berthold Kick wurde wieder zum 1. Vorsitzenden gewählt. Eine neue Vereinssatzung wurde verabschiedet. Bei seinem Jahresrückblick berichtete Vorsitzender Berthold Kick, dass der aktuelle Mitgliederstand 303 Mitglieder betrage, damit habe man zum ersten Mal die 300er Grenze überschritten. Die Wehr beteiligte sich an zahlreichen Veranstaltungen und bei der Stadtmeisterschaft der Stockschützen habe man sich auch mit einer Damenmannschaft und zwei Herrenmannschaften beteiligt.

Man habe wieder am Aschermittwoch ein Fischessen abgehalten und das alljährige Starkbierfest sei gleichzeitig die Siegerehrung für das Kegelturnier der Feuerwehren gewesen. Beide Veranstaltungen waren überaus gut besucht. Außerdem habe man den Florianstag ausgerichtet und einen Blaulichttag mit Vorstellung von Feuerwehrgerätschaften und Fahrzeugen durchgeführt.

Brand in Seniorenresidenz

Für die Atemschutzüberwachung wurde vom Verein eine Checkbox angeschafft und für die Branderziehung an Schulen und Kindergärten neue Telefone bereitgestellt. Von 56 Aktiven berichtete 1. Kommandant Werner Hirsch. Durch eine gute Jugendarbeit habe man hier auch einen guten Unterbau geschaffen.

Insgesamt habe man 34 Atemschutzträger und 18 Maschinisten zur Verfügung. Im Berichtszeitraum war man 72 mal zu Einsätzen ausgerückt. Dazu gehörten ein Lagerhallenbrand, ein Kellerbrand und einige Kleinbrände im Freien sowie Verkehrsunfälle und ein Brand in einer Seniorenresidenz. Die Einsätze in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst seien nicht immer einfach, daher müsse er der Mannschaft Respekt zollen, die das immer gut mache und wegstecke. Bei vier Kindergärten habe man eine Brandschutzerziehung durchgeführt und dabei etwa 331 Kinder angesprochen.

Mit dem Thema Mitgliederwerbung habe man sich am ostbayerischen Feuerwehrpreis beteiligt und wurde mit einem Geldpreis von 250 Euro ausgezeichnet. Die Organisation bei Florianstag war hervorragend und zum Tag der offenen Tür seien viele Besucher gekommen. Im Oktober habe der Mannschaftsbus aufgrund eines Getriebeschadens seinen Dienst aufgegeben. Man habe aber mittlerweile einen neues Fahrzeug beschaffen können. Dafür bedankte sich Hirsch bei der Stadt Maxhütte-Haidhof.

Die Einweihung des Fahrzeuges sei in diesem Jahr geplant. Auch für das Löschfahrzeug müsse man eine Lösung finden. Das Fahrzeug sei im letzten Jahr elf Tage in der Werkstatt gestanden. Es habe keine Gurte und es vergehe keine Ausfahrt ohne Schaden. Das HLF 20 stehe daher in den Startlöchern und er hoffe, dass die Auslieferung im nächsten Jahr realisiert werden könne. Die Zusatzalarmierung A-Pager habe man auch in Betrieb genommen, die Gebühren dafür bezahle die Stadt. Vom Landkreis wurde die Wehr mit einem Tablet mit einem Rettungskartensystem ausgestattet.

Des Weiteren arbeite man zwischenzeitlich mit einer CheckBox zur Atemschutzüberwachung. Eine vorbildliche Arbeit bestätigte er den Jugendwarten. Man habe eine „super Jugendarbeit aufgebaut“. Im Frühjahr werde man sich noch mit einer Kinderfeuerwehr beschäftigen. Viel Arbeit habe auch der Feuerwehr Bedarfsplan abverlangt. Viele Daten, Meldungen, Termine und Begehungen seien hier notwendig gewesen. Zusammen mit der Stadt habe man verschiedene Feuerbeschauen bei großen Gebäuden und Einrichtungen durchgeführt.

Von einem erlebnisreichen Jahr, das von vielen Unternehmungen geprägt war, sprach auch Jugendwart Tobias Sebast. Die Badefahrt des KBM-Bereiches, der Jugendaktionstag in der Höllohe und das Landkreiszeltlager in Teublitz hob er hier hervor. Dazu habe man unzählige Prüfungen von der Bayerischen Jugendspanne über die Jugendflamme Stufe 3 bis hin zum Wissenstest abgelegt. Der Jugendgruppe gehören derzeit 22 Mitglieder an. Das gesamte Team habe dafür 1654 ehrenamtliche Stunden geleistet.

Auch für Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank ist es wichtig, eine funktionierende Feuerwehr zu haben. Man könne sich keine Berufsfeuerwehr leisten und sei deshalb auf das ehrenamtliche Engagement angewiesen. Unter der Führung von Kommandant Werner Hirsch arbeiten auch die fünf Stadtwehren hervorragend zusammen, sagte sie.

Wasserversorgung sichernv Die Anforderungen der Feuerwehren haben sich in den letzten zehn Jahren zu einer Herausforderung entwickelt und deshalb müsse man immer wieder an der Motivation arbeiten. Es sei auch wichtig, dass die Tagesalarmsicherheit gewährleistet ist. Aber auch die Stadt müsse sich hier fit machen. Die Wasserversorgung müsse bei einem Brandfall sichergestellt werden. Ein Großteil der Leitungen im Stadtgebiet seien sanierungsbedürftig. Hier müsse in Zukunft einiges getan werden. Besonders erfreut sei sie darüber, dass so viele junge Feuerwehrler aktiv sind und sich engagieren. Auch für den Landkreis seien die Feuerwehren wichtig, erklärte der stellvertretende Landrat Jakob Scharf der Versammlung. Die Einsatzpläne seien so konzipiert, dass sich die Wehren untereinander ergänzen.

Nach den Grußworten wurde eine neue Satzung vom Schriftführer Gerhard Pisch vorgestellt. Dies sei notwendig, um die Satzung den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Über einzelne Änderungen entstanden dann kurze Diskussionen, die Einwände wurden aber größtenteils ausgeräumt. Letztlich wurde die Satzung mehrheitlich angenommen. Bei der Neuwahl der Vorstandschaft wurde Berthold Kick in seinem Amt bestätigt und für weitere drei Jahre wieder gewählt.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung